Die ungerechte Gerechtigkeit

Datum: 25.06.2012  |  Zeit: 20:04  |  Kommentare: 0  |  Kategorie: Mediales

Ich habe vorhin irgendwo (ich glaube, beim Focus oder so) einen Artikel gelesen, dass bei der GEMA gerade mal 5% der Mitglieder die großen Geldbrocken abbekommen und der Rest mit Kleckerbeträgen “abgespeist” wird.

Begründung – und jetzt sollte sich jeder festhalten – war, dass es ja wohl nicht angehen kann, dass Leute wie Dieter Bohlen viel bekommen und unbekannte Musiker fast nichts. Ich musste mir mal kurz verwundert die Augen reiben…

Auch wenn’s vielleicht doofe Musik ist, was diese “Kommerzer” machen – trotzdem verkaufen die jedes Jahr Millionen Tonträger und werden auf allen Radiosendern rauf und runter gespielt. Das alles spült Geld in die GEMA-Verteilkasse.

Ein kleiner Musiker wie ich, der maximal 500 MP3s pro Jahr verkauft und vielleicht drei oder vier Airplays im Jahr auf Lokalradios hat, der spült entsprechend viel weniger rein. Und nun finden es Außenstehende ungerecht, dass ich weniger von der GEMA bekomme als Dieter Bohlen?


Mal zum Vergleich: Ich zahle jeden Monat in die Krankenversicherung ein und bis auf meinen jährlichen Zahnarztbesuch nehme ich dieses Geld schon seit Ewigkeiten nicht in Anspruch. Andere sind ständig krank (bzw. gehen sie ständig zum Arzt) und zahlen weniger ein als ich.

Hallo? Da wird überall verlangt, dass sich Leistung wieder lohnen muss und dann wird es bei der GEMA einmal so gehandhabt … schon isses auch wieder falsch.

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