Dass bei bild.de gerne mal “BILD” als Quelle für eine Nachricht genannt wird, ist ja nun schon ein alter Hut. Aber in letzter Zeit wird dieses Selbst-als-Quelle-Angeben irgendwie auch von Bloggern gern genutzt – obwohl einige davon sich gern selbst als Qualitätsmedium sehen.
Die haben nämlich eine interessante SEO-Masche gefunden: Sie betreiben zunächst ein eigenes, schreiben als Redakteur bei einem zweiten und als Gast-Autor in einem dritten Blog. Das ist ja im Prinzip völlig okay. Aber nun kommt die SEO-Nummer ins Spiel…
Verlinkung ist das A und O im Internet. Verlinkung ist auch das größte Kapital, was eine Seite aus SEO-Sicht haben kann. Also verlinken sie. Aber auf sich selbst: Unter einem Artikel in Blog A wird ihr fast wortgleicher Artikel in Blog B als Quelle genannt.
Unter dem – Ihr ahnt es bereits – ist ihr nochmal leicht abgewandelter Artikel in Blog C (das Blog mit den meisten Besuchern) als Quelle angegeben. Und unter dem darf natürlich auch nicht die Quellenangabe fehlen.
Das ist entweder ein amerikanisches Blog, was von vielen deutschen Bloggern aus dem selben Bereich als Quelle genannt wird (und dadurch verdammt wichtig erscheint), oder aber Blog A und Blog B.
So hat man eine schöne SEO-Schleife gebunden und durch die Verlinkung sollen die zwei Blogs gepusht und bekannter gemacht werden. Wobei Google das wahrscheinlich lässig durchschaut und sogar Blog C abwertet.
Daher kann man dieses ganze Manöver auch gleich sein lassen. Aber krieg’ das mal in Leute rein, die sich als das Maß aller Dinge sehen. Die freuen sich über dreimalige Werbeeinnahme, obwohl die sicherlich höher wäre, wenn es nur einen Artikel gäbe…
… ohne den ganzen SEO-Müll.





