Ambiance-Design für Anfänger (4)

Ich hatte ja versprochen, in der Serie Ambiance-Design für Anfänger die Einrichtung meiner kleinen Wohnoase bildlich festzuhalten. Einige Sachen (die Monitore, das blau leuchtende Mousepad usw.) hatte ich ja bereits verbloggt.

Ich hatte schon einige Pläne geschmiedet, seit ich im Juli 2009 hier einzog. Leider bin ich eine Handwerkslusche. Darum habe ich erst gestern Dank der Hilfe meiner Schwester und ihres Freunds einen großen Schritt machen können: Das Malern der Wand.

Hier die Fotostrecke von den Arbeiten und der Möbelrückerei danach:

Da nur eine Wand gemalert werden sollte, mussten alle Kanten schön mit Kreppband abgeklebt werden. Außerdem wurden alle Elektro- und Antennen-Dosen-Abdeckungen abgeschraubt – nichts sieht blöder aus als bepinselte Abdeckungen.

Wände mit abgeklebten Kanten 1

Das mittig in der Wand sind Kabel, die in einer Lüsterklemme enden. Die waren schon so und ich denke mal, mein Vormieter hatte da ’ne Wandleuchte dran. Ich habe damit was ganz besonderes vor – mehr dazu später.

Wände mit abgeklebten Kanten 2

Hier hatte ich schonmal angefangen, um die Dosen herum und an den Kanten entlang zu malern. Meine ersten Versuche mit dem Farbroller könnten auch als expressionistisches Werk durchgehen. Aber ich mag sowas eigentlich nicht.

Erste Farbe

Darum haben wir dann doch lieber die ganze Wand mit Farbe bedeckt.

Wand komplett

Bis heute haben wir’s trocknen lassen, dann kam endlich mein Part: Die Einrichtung mit den Möbeln. Zunächst habe ich zwei Kommoden – STOLMEN von IKEA – nebeneinander an die Wand gestellt (Breite: 2,20 m). Diese verdecken übrigens die zwei Wand-Dosen.

Zwei STOLMEN nebeneinander

In die Kommoden verliebte ich mich beim ersten Sehen. Doch sie haben leider einen Schönheitsfehler: Normalerweise werden die an Stangen aufgehängt. Für die Beschläge sind schon Löcher an beiden Seiten vorgebohrt und das sieht ungut aus.

Löcher im STOLMEN

Ich hatte die Idee, ein langes Stoffteil über die Seiten hängen zu lassen – schon sieht man die Löcher nicht. Leider fand ich den gewünschten Stoff nicht in 2,50 m Länge. Schon stand meine Frau mit zwei zusammengenähten Tischläufern parat. Danke auch an ihre Oma. :-)

Tischläufer auf STOLMEN

Jetzt wird’s wieder einfach: Der Fernseher findet mittig auf den zwei Kommoden Platz und verbirgt auch die Steckdosenleiste mit Schalter für’s Stromsparen. Was da rot leuchtet, ist übrigens die Standby-Lampe des Fernsehers. Im Betrieb leuchtet sie ramboblau.

TV auf STOLMEN

Nächster Schritt: Vor den Kommoden liegt HAMPEN von IKEA. Darauf steht ein LACK. Die Lampen habe ich letztes Jahr von meiner Schwester zum Geburtstag bekommen, daher weiß ich nicht, wie sie heißen. Die sind aber auch von IKEA.

LACK, HAMPEN, STOLMEN und Lampen

In der Ecke hat ORGEL VRETEN ihren Platz eingenommen. Sie soll an dieser Stelle für ein angenehmes Raumlicht sorgen, bis sie abgelöst wird und mein großer Design-Kracher (gleich mehr dazu) installiert ist.

ORGEL VRETEN

Kleiner Tipp von mir: Wenn Ihr die Lampe auch kaufen möchtet: Hebt die Verpackung auf! Die Lampe ist nämlich oben offen und der Halterahmen wirft doofe Muster an die Decke. Einfach den Deckel auf Maß schneiden, Loch in die Mitte und jeweils auf Hälfte knicken.

Abdeckung ORGEL VRETEN

So sieht der Living-Bereich meines Apartments komplett aus. Unten erkennt man noch die Lehne meiner Schlafcouch BEDDINGE LÖVÅS. Fotos davon kommen später. Im Rest der Wohnung sieht’s voll nach Renovierung aus und ich will nur fertige Sachen zeigen.

Komplettes Ensemble

Okay, ganz fertig ist das auch noch nicht. Mein Design-Kracher wird ein Bild: 220 x 100 cm. Es wird genau so breit wie die Kommoden sein und darüber hängen. Allerdings kommt es nicht direkt an die Wand sondern hängt ca. 15 cm davor.

Und dann guckt ja immer noch das Kabel aus der Wand: Das ist übrigens mit dem Lichtschalter verbunden. Hinter dem Bild wird dann eine Lampe an der Wand sitzen und die soll den Raum indirekt beleuchten. Vielleicht sogar LEDs – mal schauen.

5 Kommentare zu diesem Artikel

Name: harti  |  Datum: 23. August 2010  |  Zeit: 18:44

Auf das Bild bin ich schon gespannt. Ansonsten sieht das recht gemütlich aus.

Name: ach1m  |  Datum: 24. August 2010  |  Zeit: 11:27

Hast du das Kreppband nach dem Anbringen mit Acryl hauchdünn abgeschmiert? Dann hast du nämlich eine superscharfe Kante. :)

Name: NetzBlogR  |  Datum: 24. August 2010  |  Zeit: 12:13

Natürlich nicht. Oder meinst Du, ich betone in der Einleitung nur zum Spaß, dass ich eine Handwerkslusche bin? :D

Name: harti  |  Datum: 24. August 2010  |  Zeit: 16:50

da man ja beim malern nicht zwingen acryl zur hand hat, kann man auch den besagten kreppbandrand mit der hintergrundfarbe (hier: weiss) überstreichen etwas gewartet und dann grau drüber. ergibt auch eine scharfe kante.
beim nächsten mal ;-)

Name: NetzBlogR  |  Datum: 24. August 2010  |  Zeit: 16:57

Das setzt allerdings voraus, dass man weiße Farbe hat. Ich wollte aber nur die eine Wand grau haben, deshalb hatte ich gar kein Weiß da.

Aber danke für die Tipps. Wenn ich das nächste mal … ja! Ihr könnt jetzt mit dem Lachen aufhören…

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