Bernd ist pleite (Teil 2)

Hefte raus! Kurzarbeit! Die Fragen: 1. Wie hieß die Vorgänger-Serie von „Bernd ist genial“? 2. Welches Programm sollte aktualisiert werden? 3. Von welchem Hersteller kaufte sich Bernd eine Kamera? Kann alles nochmal im ersten Teil nachgelesen werden.

Bernd hat – soweit ich das verstanden habe – eine Ausbildung abgeschlossen. Wie es danach beruflich weiterging, ist etwas schleierhaft. So weit wollte ich dann doch nicht in die Vergangenheit reisen. Im Dezember 2009 gab es jedoch einen Blogartikel:

Für eine kleine Drecksfirma in [ZENSIERT], deren Namen ich hier natürlich nicht nennen werde (so viel Anstand habe ich) habe ich folgenden bekannten und namhaften Unternehmen abgesagt: [Es folgt eine Liste von 6 recht bekannten Unternehmen]

[…] Ich war so doof!

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Viele sagen übrigens immer „der erste Weg“ aber das ist Quatsch. Was sollte dann den zweiten oder dritten Weg darstellen? Allerdings ist Bernd da etwas anderer Ansicht, denn im November 2009 tönte er:

Ich kauf mir nen 27?-iMac
Ich hab es einfach nur satt, an einem 13?-Bildschirm [Ein 13-Zoll-MacBook, NewsShit!] zu arbeiten und nur 2 GB Ram zu haben. […] Ich habe mich für das 1 9-Euro-Modell mit Core2Duo entschieden.

Wer sich selbstständig macht aber nur ein kleines Budget für Hardware hat, sollte dreimal überlegen, ob es unbedingt ein Mini-Notebook von Apple sein muss. Für den selben Preis gab’s auch 17-Zoll-HP- oder Lenovo-Geräte. Aber es musste ja ein Mac sein…

Es ist sicher keine Überraschung, wenn ich sage, dass Bernd ein iPhone (wahrscheinlich mit einem der fiesen Telekom-Knebelverträge) hat und dafür monatlich mehr Geld abdrückt, als ich für DSL, Telefon und Handy zusammen bezahle.

Apropos monatlich: Der Riesen-iMac soll – wie könnte es anders sein – auf Raten gekauft werden: Im Blog klang es an, dass es sich wohl um 12 Monatsraten handelt. Also 125,- EUR zusätzliche Kosten jeden Monat. Das zahlen andere für ein Auto incl. Versicherung.

Ich denke, jeder sollte eine Haushaltsrechnung haben. Als Selbstständiger gehört sowas eh zum Standard. Wer noch keine hat, kann sich gern meine Beispiel-Tabelle (ist eine ZIP und darin eine XLS-Datei für Excel oder OpenOffice) runterladen und für sich nutzen.

In diese Tabelle kann man alle monatlichen Einnahmen und Ausgaben eintragen und sieht sofort, wie viel am Monatsende übrig bleibt. Sowas ist ganz hilfreich, um kleine oder große böse Überraschungen zu verhindern.

Der Eine wird sich gerade fragen, was der Exkurs ins private Finanzwesen soll. Der Andere wird es vielleicht schon ahnen: Im Januar 2010 entfachte ein Artikel in Bernds Blog meine Leidenschaft für sein Tun erst richtig:

Vor ein paar Tagen versuchte [ZENSIERT] einen Betrag von 1x,xx € [Streichung von mir] vom Konto abzubuchen. […] Leider war das Konto nicht gedeckt, sodass die Lastschrift nicht eingelöst werden konnte.

In dem Blogartikel jammerte er darüber, dass das Unternehmen so hohe Gebühren wegen der Rücklastschrift forderte. Bernd jammert sowieso immer im Blog, wenn er sich in seiner Ehre verletzt fühlt. Wie die Moslems – aber ohne obligatorische Flaggenverbrennung…

In den Kommentaren kam es dann zu einem kurzen Dialog, der das Wesen von Bernd gut ausdrückt: Er hat für alles eine Ausrede, sieht eigenes Fehlverhalten nicht ein und meint dann noch, andere seien die Bösen:

Kommentar: selber schuld wer nichtmal soviel Geld auf dem Konto hat aber sich n iMac und sonst was gönnt. Gott und dann sich beschweren.

Bernd: Das ist ja mal echt frech. Selbst wenn du das so siehst, ist es echt dreist, dann so zu kommentieren. Ich bin aber gegen Zensur und schalte deinen Kommentar trotzdem frei. […] Das war das Konto meiner Liebsten, und nicht meines. Selbst wenn ich also Tausende auf meinem Konto gehabt hätte, hatte sie nichts.

Dann hätte Bernd den iMac allerdings auch direkt bezahlen und einen schicken Barzahler-Rabatt rausschlagen können. Hat er aber nicht. Wenn man jetzt 1 und 1 zusammenzählt, kann das eigentlich nur eins bedeuten: Beide sind blank.

Fortsetzung folgt…

Info für Bernd (falls Du das hier liest): Diese Serie soll keine Beleidigung sein sondern der größte Arschtritt Deines Lebens – den Du nach eigener Aussage ja hin und wieder brauchst.

2 Kommentare zu diesem Artikel

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Name: Island  |  Datum: 8. Mai 2010  |  Zeit: 22:45

Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.
Man sollte solchen Menschen helfen, aber aus den Beschreibungen lässt sich schließen, dass dieser zur Sorte lernresistent gehört.

NewsShit! Man kennt dieses Verhalten leider von Depressions-Patienten. Die sehen es auch erst nicht ein: „Ich … Depressionen? Niemaaaaaaals!“

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Name: Ladenblogger|Corey  |  Datum: 24. Juni 2010  |  Zeit: 23:45

wo bekommt man denn heutzutage n barzahlrabatt? – grad bei nem iMac?

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