Bernd ist pleite (Teil 4)

Wenn ein Mann vor hat, irgendwann mal zu heiraten, dann sollte er drei Dinge haben: Ein paar Taler im Sparsäckchen, eine Partnerin (bzw. einen Kerl) und ein bissel Mut. Dass es bei Bernd mit zwei Sachen etwas schlecht bestellt ist, wissen wir ja bereits.

Man kann das natürlich ändern: Einen Job suchen, etwas Kohle verdienen, den nötigen Mut aufbringen und schon ist der oder die Angebetete auch der oder die Angetraute. Bernd hat die Zeichen der Zeit erkannt und – unter Mithilfe des Internets – einen Job gefunden.

Im Februar 2010 bloggte Bernd ganz stolz:

Dank [ZENSIERT] bekam ich den Job als Fachberater für Neue Medien (PC-Hardware, Zubehör, Konsolen) bei [ZENSIERT]. Bezahlung ausreichend für den Anfang, nach Tarif (ver.di Einzelhandel Niedersachsen). Der Job macht Spaß und ich werde in Zukunft öfter darüber schreiben.

Das tat er auch. Und zwar Anfang April 2010:

Bevor das jemand (inklusive eventuell mitlesender Arbeitgeber und/oder Kollegen) falsch versteht: Ich liebe meinen Job! […] Doch „mein Leben lang“, wie man so schön sagt, möchte ich das nicht machen, glaube ich.

Er bereut scheinbar langsam, die Ausbildung abgebrochen zu haben und macht sich nun Gedanken, wie es weitergehen soll: Abi nachholen und studieren? Eine neue Ausbildung anfangen und beenden? Was ganz anderes? Hauptsache es springt Kohle raus…

Aber die Entscheidung wurde ihm recht schnell abgenommen – Ende April:

So schnell kann’s gehen: Wie ich meinen Job verlor.

In seiner Heulsusen-Manier beschreibt er, dass er entlassen wurde: Er hatte aus Versehen zweimal Ware in den Taschen gehabt (beim ersten Mal hat er’s keinem gesagt) und beim zweiten Mal wurde er bei der Sicherheitskontrolle am Personalausgang erwischt.

Nach dem ersten Fehlgriff wäre doch jeder gewarnt und würde seine Taschen doppelt kontrollieren. Aber offenbar hatte er nur noch seine neu erworbenen (wovon eigentlich?) DVDs im Kopf. Eben typisch Bernd.

Doch statt seinen Fehler einfach einzusehen, macht er den Chef zum bösen Mann, der ihn da nur rausekeln wollte. Darum twitterte er Anfang Mai 2010:

Mag jemand über meine Kündigungsschutzklage drüberlesen? Anwälte anwesend?

Fortsetzung folgt…

Info für Bernd (falls Du das hier liest): Diese Serie soll keine Beleidigung sein sondern der größte Arschtritt Deines Lebens – den Du nach eigener Aussage ja hin und wieder brauchst.

2 Kommentare zu diesem Artikel

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Name: ach1m  |  Datum: 25. Mai 2010  |  Zeit: 22:38

„Anwälte anwesend?“ fand ich am besten. =D

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Name: Sandra  |  Datum: 26. Mai 2010  |  Zeit: 10:17

*lachweg* wie geil ist das denn bitte? Da weiß man doch nicht ob man lachen oder weinen sollte. Gibt es denn was neues vom Weg zum Traualtar? ;-)
Bitte schick mir den link zum blog, ich will auch schmunzeln

NewsShit Geht nicht. Würde ich Dir den Link geben, wäre die ganze Spannung dahin – dann wüsstest Du ja die neuesten Entwicklungen und die Serie macht hier keinen Sinn mehr. Nur so viel: Da kommen noch einige unerwartete Sachen.

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