Das Wehr- und Zivildienstmilchmädchen

Heute ist es also soweit: Nach rund 50 Jahren werden die letzten Rekruten eingezogen, die von der Wehrpflicht betroffen sind. Die Pflicht, den Dienst abzuleisten, wurde „ausgesetzt“, um etwas Geld zu sparen. Und auch der Zivildienst wird bald zur freiwilligen Veranstaltung.

Haben die Heinis da oben auch mal überlegt, was sie damit anrichten? Sicher nicht, denn denen war nur wichtig, Kosten für die Dienstleistenden zu sparen. Doch diese Rechnung kann gar nicht aufgehen. Gerade wenn es um den Zivildienst geht.

Wenn in Krankenhäusern, Seniorenheimen und anderen Einrichtungen die vom Staat vermittelten (und bezahlten) Hilfs-Arbeitsplätze unbesetzt bleiben, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Man muss die Angestellten mehr arbeiten lassen oder neue Leute einstellen.

Das wäre jedoch mit Kosten verbunden, die nicht jeder Betrieb mal eben schnell stemmen kann. Es werden also Minijobs entstehen, von denen man nicht leben kann und wo dann mit Hartz IV aufgestockt wird. Das frisst genau das Geld, was angeblich gespart wird.

Aber es geht noch weiter: Es gibt Unternehmen, die funktionieren nur, weil dort Zivildienstleistende als Unterstützung arbeiten. Diese müssten – wenn sich keine Freiwilligen finden – schließen, denn wer geht schon freiwillig irgendwo arbeiten, wenn er nicht muss?

Die regulären Angestellten dieser Firmen stünden dann natürlich auch auf der Straße. Und nun dürft Ihr genau einmal raten, wer deren Arbeitslosigkeit dann bezahlt. Kleiner Tipp von mir: Einfach mal die erste Person Plural des Verbs „zahlen“ bilden!

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