Der böse, strahlende Zug

Ich habe vorhin gelesen, dass eine Frau vermisst wird. Soweit nicht ungewöhnlich, in Deutschland werden öfter mal Menschen vermisst. Hier ist der Fall allerdings etwas anders, sonst würde ich nicht darüber schreiben.

Die Frau ist schwanger und wollte an der Anti-Castor-Demo teilnehmen. Grundtenor der Demo ist „Atomkraft ist gefährlich und der Abfall auch“, was ansich ja nicht falsch ist. Aber Umweltschützer sind schon ein ziemlich komischer Haufen…

Man demonstriert neben dem bösen, strahlenden Zug, dass man das böse, strahlende Zeug nicht „im Vorgarten“ haben möchte. Man unternimmt sogar die verschiedensten Dinge, damit der böse, strahlende Zug anhalten muss. Sozusagen direkt im Vorgarten.

Und mitten im Getümmel eine Schwangere. Neben dem bösen, strahlenden Zug. Dabei weiß doch eigentlich jeder, dass das böse, strahlende Zeug nicht unbedingt förderlich für das Kind im Bauch von schwangeren Frauen ist.

Wie doof muss man sein, als Schwangere neben dem bösen, strahlenden Zug zu demonstrieren? Man könnte natürlich argumentieren, dass es wichtig ist, dabei zu sein: Jeder, der demonstriert, ist eine Stimme mehr und nur die Masse zeigt, dass man dagegen ist. Trotzdem…

Hat die Frau nur eine Sekunde überlegt, was sie ihrem Kind damit vielleicht antun könnte, wenn sie neben dem bösen, strahlenden Zug demonstriert? Wahrscheinlich nicht, sonst würde sie nicht hingehen wollen. 25 Jahre, Studentin, schwanger und wie gesagt: Umweltschützer… *augenroll*

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