Die GDL ist so durchschaubar wie eine Brille

Es ist soweit: Der – wievielte eigentlich? – nächste Bahnstreik steht an und dieses Mal hat sich die GDL etwas ganz neues einfallen lassen: Man sagt nicht, wie lang der Ausstand gehen soll – man will lediglich 48 Stunden vorher ansagen, wann er zuende sein wird.

Das erinnert mich an diesen alten Witz, der in der Straßenbahn spielt:

„Ich muss in der Müllerstraße aussteigen, wo ist das?“

„Achten Sie auf mich und steigen einfach 2 Stationen vorher aus.“

Mal ehrlich: Das ist doch Selbstverarschung! Stellt Euch vor, die GDL wird in der Schule gehänselt und droht damit, „alle großen Brüder“ zu holen, die sie hat. Dabei weiß jeder, dass sie Einzelkind ist. Papa hat sich vor Jahren verpisst und Mami ist Pazifistin. Da haben wir aber Angst!

Die GDL will eine Drohkulisse aufbauen und jeder soll denken, dass nie wieder auch nur ein Zug durch Deutschland rollen wird. Dabei wissen alle, dass es spätestens am Freitag zuende ist: Dann wird nämlich das Selbe passieren, wie bereits beim letzten Streik.

Die GDL stellt sich als großer Gönner hin, weil sie den „eigentlich für viel länger geplanten Streik abbricht“, um den Leuten das Pfingstwochenende nicht zu versauen. Und wir werden wieder alle die totale Überraschung spielen.

Damit Herr Weselsky denkt, er hätte uns wieder mal alle verarscht. Der arme Depp.

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