Die Panikmacher von Foodwatch

Dass ich Foodwatch für einen Haufen publicity-geiler Heulsusen halte, hatte ich schon gesagt, oder? Die haben vor einiger Zeit begonnen, einmal im Jahr den totalen Untergang an die Wand zu malen, weil Uran im Trinkwasser gefunden wurde.

Das Wort „Uran“ allein reicht ja schon, um Ängste zu schüren, dabei sind in Trinkwasser ganz andere Stoffe enthalten, die eher gefährlich sind. Blei oder Cadmium zum Beispiel. Aber damit holt man ja keinen mehr hinter dem Ofen vor…

Jedes Jahr schwappt diese Welle durch die Medien und jedes Mal müssen Wissenschaftler in Interviews mit Radio, Fernsehen und Zeitungen den verunsicherten Bürgern klarmachen, dass die gefundenen Mengen viel zu gering sind und dass davon eher keine Gefahr ausgeht.

Und genau diese Panikmache sehe ich auch beim jährlich verliehenen Negativ-Preis mit dem Namen Goldener Windbeutel: Dieses Jahr ging er an Capri-Sonne, weil dort sehr viel Zucker drin ist und der macht ja bekanntlich dick. Also gibt’s Klassenkeile. Einer büßt für alle.

Man tut jetzt wieder ein paar Tage so, als wäre Capri-Sonne für das Übergewicht der deutschen Kinder verantwortlich. Als würden die den Tag über 3 Liter Capri-Sonne saufen und 5 Kilo Chips fressen. So einfach isses ja dann auch nicht.

Wenn sich die Blagen ausreichend bewegen, dann hat sicher keiner was dagegen, wenn sie sich eben zwei Tüten Capri-Sonne reinpfeifen, weil sie Durst haben und gerade nichts anderes da ist. Das ist dann die Kehrseite der Medaille, die Foodwatch lieber ausblendet.

Hauptsache, draufgekloppt. Und was machen die Deutschen? Statt Capri-Sonne bekommen die Kinder jetzt eben Fruchtsaft. Ja genau, den mit 10% Fruchtanteil, der aus Fruchtsaft-Konzentrat hergestellt wurde und den Aufdruck „Ohne Zucker!“ trägt.

Dafür ist da ganz viel Vitamin C drin. Und weil Vitamine ja Säuren sind, wird mit etwas Fructose, Glucose und Sacchariden nachgesüßt. Klingt viel gesünder, ist aber genau so Scheiße. Das sagt Foodwatch aber nicht, also kann das nicht so schlimm sein. Verbraucher sind so doof!

Wie sagte der Kabarettist Urban Priol (ich zitiere diesen Satz immer wieder gern) mal so schön: „Der mündige Verbraucher kauft Bahn-Tickets bei LIDL und wartet vor der Filiale auf den Zug.“

Genau die sind die Zielgruppe von Foodwatch. Eltern, die Kindern von vorn herein beibringen, wie man sich ordentlich ernährt, wie man sich benimmt und wann man besser die Klappe hält, brauchen solche helfenden Hinweise nämlich nicht.

Ich schätze, bei Foodwatch sitzen ein paar fettleibige Hirnies, die von ihren Eltern zu wenig Liebe bekommen haben und die rächen sich jetzt mit diesem vielbeachteten Preis für ihr verkorkstes Leben. Einmal im Rampenlicht stehen, statt anderen die Sonne wegzunehmen…

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