Flugangst, Modellbau und Schuhläden

Ihr kennt das sicherlich: Man will einen neuen Blog-Artikel verfassen, findet aber keine passende Einleitung. Also schreibt man, dass man keine passende Einleitung findet und schon hat man die passende Einleitung gefunden. Und Ihr lest das dann auch noch. Genial.

Ich bin am Montag mit meiner Frau in ein Flugzeug nach Hamburg gestiegen, denn sie hatte mir zum Geburtstag, drei Tage vorher, den Besuch im Miniatur-Wunderland in Hamburg geschenkt. Und wie es der Zufall wollte, musste die flugängstige Frau getrennt von mir sitzen.

Über das etwas ruppige Geschaukel und ihren Blick im Endanflug muss ich sicher keine Worte verlieren. Aber sie hat es ganz tapfer ertragen – nur wollte sie nie wieder fliegen. Auf jeden Fall sind wir gut angekommen, haben uns HVV-Tageskarten gezogen und fuhren in die Stadt.

Das Miniatur-Wunderland war recht schnell gefunden und es war auch gar nicht voll. Allerdings nur am Eingang: Innen war dichtes Gedränge, so dass für mich keine Fotos in Hochglanz-Qualität möglich waren. Die besten habe ich Euch aber trotzdem mal zusammengeschoben.

Eine Burg hoch in den Bergen. Anklicken zum Vergrößern.

Miniatur-Wunderland: Burg

Eine 747 auf dem Weg zum Start am Knuffingen Airport.

Miniatur-Wunderland: Boeing 747

Ein AIDA-Schiff, was gerade am Hafen abgelegt hat.

Miniatur-Wunderland: Aida

Ein Stau auf dem Brenner. Hier beim Blick durch den Tunnel.

Miniatur-Wunderland: Tunnel mit Stau

Besonders schön sind die Details und kleinen Geschichten, die die Erbauer in der ganzen Anlage versteckt haben. So hätten wir hier zum Beispiel eine Wasserleiche im Fluss.

Miniatur-Wunderland: Wasserleiche

Oder eine Elefanten-Rutsche am See. Meine Frau mag übrigens Elefanten.

Miniatur-Wunderland: Elefant-Rutsche

Auf dem Flughafen wird eine Giraffe verladen. Meine Frau mag übrigens auch Giraffen.

Miniatur-Wunderland: Boeing 777 und Giraffe

Das waren die Fotos, auf denen mir mal keiner vor die Linse gerannt ist oder mich angestoßen hat. Ich kann einen Besuch im Miniatur-Wunderland aber auf jeden Fall sehr empfehlen. Es ist sehr beeindruckend, was die da hingestellt haben. Tipp: Man sollte jede kleine Ecke ansehen.

Es ist nämlich – wie bereits gesagt – echt überall was witziges zu entdecken. Zum Beispiel am HSV-Stadion, bei dem ein großer Vogel das HSV-Emblem vollgeschissen hat. Offenbar arbeiten viele Fans von St. Pauli dort… :-)

Übrigens kann ich auch die Riesencurrywurst mit Pommes im SB-Restaurant empfehlen. In einem Reiseführer würde nun sowas wie „moderate Preise und große Portionen“ stehen.

Nächster Tagesordnungspunkt war eine Stadtrundfahrt mit einem sehr genialen Erzähler, der es sich nicht nehmen ließ, die englischsprachigen Gäste schön zu verarschen. Und das Beste: Ich kenne jetzt alle Einkaufs-Passagen mit geringer Schuhladen-Dichte. :D

So langsam wurde es spät, also haben wir uns wieder in eine S-Bahn zurück zum Airport gesetzt, um dort schon mal die Plätze für den Rückflug am nächsten Tag zu sichern. Diesmal zusammen und ich am Fenster. Ich hasse Mittelplätze! Da sieht man nüscht!

Dort haben wir uns noch schnell was zum Essen reingeschoben und den Sonnenuntergang auf der Aussichtsterrasse (die – im Gegensatz zu Frankfurt – nichts kostet) genossen. Und da habe ich mich dann noch zu diesem Schnappschuss hinreißen lassen.

Flughafen Hamburg: Embraer im Sonnenuntergang

Der Rest ist schnell erzählt: Am nächsten Tag sind wir zum Flughafen, haben dort die Mannschaft des HSV gesehen und den großartigen Peter Breuer samt Anhang getroffen. Das war dann seine und meine erste zufällige Twitterer-Begegnung.

Der Flug war super, die Frau traut sich nämlich auch wieder in ein Flugzeug. Und als nächstes werde ich mir überlegen, wo ich eine Elefanten-Rutsche für den Balkon herbekomme…

Ein Kommentar zu diesem Artikel

Name: Ladenblogger|Corey  |  Datum: 12. Oktober 2013  |  Zeit: 18:01

Grandios unterhaltsamer Reisebericht! :D

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