Flugzeugtypen erkennen: Airbus A340

Im letzten Artikel zum A380 hatte ich versprochen, Euch noch den dritten großen Flugzeugtyp mit vier Triebwerken zu zeigen. Es gibt nämlich noch den Avroliner, ein Kurzstrecken-Flugzeug. Heute habe ich aber endlich mal Zeit, Euch was zum Airbus A340 zu schreiben.

Einen A340 generell zu erkennen, ist schon recht einfach: Er hat vier Triebwerke, ist sehr schlank und hat nur eine Etage (anders als 747 oder A380). Allerdings kann man bei diesem Typ mit ein paar Detail-Kenntnissen punkten.

Es gibt vier Untertypen: A340-200 und -300 sowie A340-500 und -600. Allerdings sind vom 300er und 600er besonders viele verkauft worden. Die 200er- und 500er-Variante sind kürzere Grund-Varianten. Darum beschränke ich mich auf die genannten A340-300 und A340-600.

Ich zeige Euch zwei Fotos und dann erkläre ich die Unterschiede. Das hier ist der A340-300:

Airbus A340 (D-AIGH)

Und das der A340-600:

Airbus A340 (D-AIHH)

Habt Ihr schon die drei Unterschiede bemerkt? Zunächst mal ist der A340-600 länger. Mit über 75 Metern war er bis Anfang des Jahres das weltweit längste Passagierflugzeug. Auch die Triebwerke beim A340-600 sind größer als beim -300. Das sieht man mit etwas Erfahrung von weitem.

Aber der am einfachsten zu erkennende Unterschied sitzt am Fahrwerk: Der A340 hat in der Mitte noch ein zusätzliches Haupt-Fahrwerk eingebaut, weil er so schwer ist. Beim A340-300 ist dort ein Doppelrad angebracht. Beim A340-600 sind es zwei. Gut auf den Fotos zu erkennen.

Und nun prüfen wir mal, ob Ihr Euch die drei Unterschiede gemerkt habt: Erkennt Ihr, welcher auf dem folgenden Foto zu sehen ist? Ein A340-300 oder ein A340-600?

Airbus A340 (ZS-SNF)

Ist einfach, wenn man das mit dem Fahrwerk weiß, gell? Übrigens wird von Spottern und auch von Piloten der Witz gerissen, dass der A340 eine Fehlkonstruktion ist: Die Maschine hebt angeblich nur durch die Erdkrümmung ab.

Sieht aber auch echt sehr abenteuerlich aus, bis der mal hoch kommt…

3 Kommentare zu diesem Artikel

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Name: Peter Jakobs  |  Datum: 3. Juni 2012  |  Zeit: 18:07

und, wie alle Airbusse, beleidigt auch der 340 kurz vor dem Aufsetzen den Piloten, indem er ihn „Retard“ nennt. Unhöfliche Dinger das!
Als Pax ist der 340 allerdings recht angenehm. Nicht ganz so geräumig wie eine 777 aber, zumindest bei der LH, mit genügend Platz und vor allem schön ruhig.

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Name: Falk  |  Datum: 3. Juni 2012  |  Zeit: 20:09

Den „Retard“-Witz muss ich schon bei jedem Cockpit-Video auf YouTube lesen und nun fängst Du auch noch damit an… :D

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Name: David Leder  |  Datum: 15. Oktober 2018  |  Zeit: 00:35

Nicht nur, dass er nur durch die Erdkrümmung abheben kann. Das ding ist der einzige Airliner mit einer Checkliste für „Birdstrike from behind“ ;-)

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