Hoch und runter mit dem Server

Ich hatte auf Twitter und Facebook erzählt, dass ich seit ein paar Wochen den Agentur-Server (u.a. Mail-Server, daher das Brimborium) mit einer „richtigen“ USV sichere: Die alte war gar nicht kompatibel mit dem Mac-Server – man konnte ihn also bei Stromausfall nicht runterfahren.

Außerdem war auch der Akku nach über 6 Jahren Betrieb komplett hin. Ein Akkutausch machte aus oben genanntem Grund keinen Sinn und so habe ich den Chef eine APC Back-UPS BX 1400* bestellen lassen. Anschließen, USB-Kabel dran, fertig. Der Mac macht mit. Plug ’n‘ Play FTW!

Nur eine Sache hat mich bis Freitag gestört: Wie schaltet man den runtergefahrenen Rechner ein, wenn der Strom wieder da ist? Man kann zwar sagen, dass er von selbst angeht, wenn wieder Saft anliegt – übernimmt die USV bei kurzen Unterbrechungen, ist er aber gefühlt nie weg.

 

Zur Erklärung ein Stromausfall-Szenario: Der Server soll sich abschalten, wenn der Akkustand der USV unter 15% gefallen ist. Das ist nach ca. 10 Minuten Ausfallzeit. Bei einer kürzeren Unterbrechnung passiert erstmal gar nichts – danach wird’s aber interessant.

Ist der Strom länger weg und die USV ist bald am Ende, dann muss der Server runterfahren – geht nicht anders. Sollte der Strom wiederkommen, bevor die USV sich zum Tiefentladungsschutz abschaltet, weiß der Rechner nicht, dass es einen Ausfall gab – für ihn war immer Strom da.

 

Die USV hat leider keine Option, dem Rechner zu sagen, dass er wieder darf – das können nur teurere. Aber ich habe einen Workaround: In den Energie-Optionen von macOS kann man einen Zeitpunkt festlegen, wann Macs aus dem Ruhezustand aufwachen, oder sich einschalten, sollen.

Ich habe also eingestellt, dass er diese Prozedur täglich um 07:00 durchführen soll. Ist der Mac an, dann passiert gar nix. Ist er aber wegen eines Stromausfalls runtergefahren und aus geblieben, ist es spätestens dann Zeit zum Arbeiten.

 

Wenn wir im Büro sind, können wir ihn selbst einschalten. Außerhalb der Geschäftszeiten wäre der Server jetzt höchstens 24 Stunden offline – wenn er samstags/sonntags um 07:01 runtergefahren wird. Das wäre der absolute Worst Case, der vermutlich nie vorkommt.

Und selbst dann ist es kein Beinbruch: Strato (wo die Firmen-Website liegt – sagt nichts!) hat einen MX-Backup-Dienst. Ist der Hauptserver weg, nehmen deren Server alle eintreffenden Mails an und liefern sie bei unserem Server ab, wenn der wieder erreichbar ist.

Zack. Noch ein Problem gelöst, an dem ich wochenlang gerätselt habe. :-)

 

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