NObama 2008

In den USA werden allein für die Entscheidung, wer für die Partei Kandidat auf das Amt des Präsidenten sein darf, zig Millionen (Steuergelder?) verpulvert.

Darf man das eigentlich? Yes, we can!

Man hätte natürlich auch einfach intern entscheiden können, wer nun der beste Kandidat ist und mit dem gesparten Geld wohltätige Organisationen unterstützen können. Sicher keine der schlechtesten werbepolitischen Ideen…

Nunja, nach monatelangem Vorwahl-Kampf der Kontrahenten Obama und Clinton hat man sich dann doch recht „spontan“ entschieden, den Farbigen statt der Frau ins Rennen zu schicken. Wobei ich persönlich ja lieber Hillary gesehen hätte: Sie hat schon einige Jahre Erfahrung in Sachen Präsidentschaft der USA.

Auch wenn es offiziell nicht so gewesen ist, im Hintergrund hat eigentlich sie die Zügel gehalten, während ihr Mann Bill mit den Praktikantinnen auf Exkursion unterwegs war. Sie ist also krisenerprobt und wäre die bessere Wahl für’s Unterfangen Präsidentschaft.

Was mich an Obama so stört: Der redet, redet und redet. Er will für alle da sein und spielt den „netten Mann von nebenan“, dem jede Oma und jedes Kind vertrauen kann. Übrigens genau das Verhalten, welches auch viele Vergewaltiger an den Tag legen.

Seine Werbestrategen haben sogar durchgeboxt, daß er in Berlin am Brandenburger Tor eine Rede halten durfte. Um den in Deutschland lebenden amerikanischen Wähler ein Zeichen zu geben.

Randnotiz: Ich kenne einen Amerikaner, der dort auch gesprochen hat. Nicht viel später salutierte sein Sohn vor dessen Sarg…

Wenn jeder, der gern Präsident der USA wäre, eine Rede am Brandenburger Tor halten möchte, müßte man dort bald Nummern ziehen lassen und die Redezeit auf 5 Minuten begrenzen. Ich könnte mir sogar eine kleine Redegebühr zur Entlastung des deutschen Staatshaushaltes vorstellen. Herr Steinbrück, wie wäre das?

Man kann von den Demokraten halten, was man will – ich wünsche mir trotz allem, daß Obama die Wahl verliert – gemeinsam mit all den Superstars, die seinen Wahlkampf seine One-Man-Show so schön naiv unterstützt haben. Die Show mit den meisten Fans stellt eben nicht immer die beste Leistung der Hauptakteure dar. Siehe FC Bayern.

Ein Kommentar zu diesem Artikel

Avatar

Name: Paul  |  Datum: 17. Oktober 2008  |  Zeit: 21:06

Naja, grundsaetzlich geht mir diese ganze Obama-Gehype genau so auf den Geist und McCain ist mir eh lieber.

Zum Thema Wahlkampf und so:

Ich fasse es mal kurz. Das Parteiensystem der USA ist grundsaetzlich anders als hier in Deutschland. Da gibt es kein „intern“. Die Kandidaten finanzieren ihren Wahlkampf selbst (sowohl fuers Abgeordnetenhaus, Senat als auch fuer alle anderen Aemter inkl. eben Praesidentschaft) aus Spenden ihrer Unterstuetzer. Hat den angenehmen Nebeneffekt, dass es keinen Fraktionszwang gibt, so wie wir den aus D kennen.

Hinterlasse einen Kommentar





Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden. Die eMail-Adresse wird nicht offen dargestellt.

Ich erlaube mir, reine Werbeeinträge oder persönliche Beleidigungen zu löschen. Anonyme Kommentare werden generell nicht mehr freigeschaltet: Ich schreibe hier als reale Person und darf erwarten, dass jeder zu der Meinung steht, die er äußert.