Noch 1 Tag.

Schon irre: Da hat man seine Meinung über einen Hersteller und innerhalb einer Sekunde ist diese Meinung über den Haufen geworfen. Man kann sogar sagen, 180 Grad gedreht. Ich habe mir natürlich trotzdem Gedanken gemacht, ob der Fiesta die richtige Wahl wäre.

Aber ich wurde in Foren, Rezensionen und so weiter positiv überrascht: Die Motoren z.B. sollen seit Jahren Prunkstücke von Ford sein und – gerade im Fiesta – sind die Dinger kaum kaputt zu bekommen. Auch die Innenverarbeitung soll besser geworden sein.

Ihr kennt das vielleicht: Auf der Straße begegnet einem plötzlich ständig das favorisierte Auto in diversen Ausstattungen und Farben und alle sehen gut aus. Da soll man sich also für etwas entscheiden, packt das aber nicht. Also fragt man andere.

Ich wollte auf keinen Fall wieder ein dunkelblaues Auto. Mein erstes Auto (Opel Kadett E Limousine), der Cordoba 6K und der Leon 1M waren alle dunkelbau und ich habe die Farbe irgendwann gehasst: Ich habe die Autos einfach nie in einer anderen Farbe gefunden.

Beim Fiesta gefiel mir ja die Farbe Hot Magenta Metallic sofort, weil das eine Farbe ist, die ich auf der Straße selten sehe. Nur Peugeot hat wohl noch einen ähnlichen Ton am 206er. Doch meine Schwestern meinten: „Das ist keine Farbe für das Auto eines Kerls!“

Letzten Samstag konnte ich einen Fiesta probefahren – hier sollte sich zeigen, ob ich einen nehme oder nicht. Zur Wahl standen einer in Hellblau und eben jenes Hot Magenta. Meine Schwester war dabei, sagte: „Nimm‘ den!“ und zeigte auf den Hot-Magenta-Fiesta.

Auf Fotos sieht das Teil tatsächlich jedes mal aus, wie der Lippenstift einer Transe. Doch wenn man den Wagen erstmal in der Sonne glänzen sieht, hat man ein „Wow!“-Gefühl. Einen Kompromiss ging ich jedoch ein: Zu diesem Knallerpreis gab’s ihn nur als 5-Türer.

Er fuhr sich richtig angenehm. Okay, wenn man einen Diesel mit 30 PS mehr gewöhnt ist, kommt man sich wie beim Ponyreiten vor. Aber ein nagelneues Auto mit 5 km auf der Uhr hat eh noch nicht den vollen Bumms. Das lernt er aber bald von mir.

Gestern reparierte ich die letzten Sachen (Wischwasser-Schlauch ersetzt, Wischergestänge feinjustiert) am Leon und räumte ihn komplett aus, denn morgen – vielleicht sogar schon heute – bekomme ich den Anruf, dass der Fiesta zugelassen wurde und abholbereit ist.

Natürlich habe ich noch ein paar letzte Schnappschüsse vom Leon gemacht:

Seat Leon

Seat Leon

Seat Leon

Seat Leon

Der Eisklumpen vom Hausdach, der eine fiese Delle in der Motorhaube hinterließ, Orkan Kyrill, der einen Dachziegel auf den rechten Außenspiegel fliegen ließ und Fahrten zu Bewerbungsgesprächen in halb Deutschland – wir haben einiges erlebt in rund 4 Jahren.

Er hat mich nur einmal im Stich gelassen: Ich glaube, im Mai, als das Steuergerät hinüber war und er mich nicht zur Arbeit fahren lassen wollte. Ansonsten war er immer zuverlässig.

Ich hatte es letztens schon getwittert, aber trotzdem will ich es nochmal hier schreiben: Der passende Abschieds-Song – ausgerechnet von einer Band, die ich nicht leiden kann.

Egal! Mach’s gut, kleiner…

Hinterlasse einen Kommentar





Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden. Die eMail-Adresse wird nicht offen dargestellt.

Ich erlaube mir, reine Werbeeinträge oder persönliche Beleidigungen zu löschen. Anonyme Kommentare werden generell nicht mehr freigeschaltet: Ich schreibe hier als reale Person und darf erwarten, dass jeder zu der Meinung steht, die er äußert.