Reisebericht #FalkFliegt787 (Teil 1: Hinflug)

Hach, ich bin schon wieder ganz wehmütig: Ich bin so begeistert vom Fliegen, komme aber leider viel zu selten dazu. Also bleibt fast immer nur Hinterherschauen, Filmen und Fotografieren übrig. Zu meinen liebsten Liveries gehört die von LAN – hatte ich ja schon mehrfach erwähnt.

Nun hat die Airline vor einiger Zeit eine interessante Strecke eröffnet: Von Santiago de Chile geht es direkt nach Madrid und als Verlängerung nach Frankfurt. Der Clou an der Sache: Man kann das „kurze“ Teilstück Frankfurt – Madrid auf der 787 recht günstig buchen.

Vorgeplänkel

Ich schrieb bei Twitter:

Ab 89,- EUR kann man mit LAN in einer Boeing 787 von Frankfurt nach Madrid und zurück fliegen. Irgendwann mache ich das mal. :-) 29.04.2015

Plötzlich war ich angesteckt und dann ging es recht schnell…

Immer nur in Frankfurt zu spotten, ist langweilig. Im September fliege ich nach Madrid. Mit der 787. Gerade gebucht. :-) 30.04.2015

Gut 4 Monate Zeit. Ich glaube, ich habe in der Zeit kaum noch von anderen Dingen geredet. :-)

LAN setzt mir offenbar ein Sahnehäubchen oben drauf:

705 – FRA-MAD – Boeing 787-8
704 – MAD-FRA – Boeing 787-9
03.12.2015

Die gestreckte Version auf dem Rückflug. Da wurde ich natürlich nicht weniger hibbelig.

Airport in Frankfurt

Nach schier endlosem Warten war endlich der 12. September gekommen. Meine Frau fuhr mich nach Frankfurt zum Airport und ich konnte endlich mal wieder den Sicherheitsbereich betreten, in den nur zahlende Gäste dürfen. Inclusive Hands-up im Körperscanner.

Ich habe mich aber nicht lange im Duty-Free-Shop und den anderen gastronomischen Geschäften aufgehalten, denn ich war ja wegen der 787 da. Ich kannte die geplante Ankunftszeit und konnte sie natürlich würdig empfangen. CC-BBA, die erste 787 von LAN.

Da kommt sie. ;-) #FalkFliegt787

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Bis zum Einsteigen sollte es noch etwas dauern. Ich habe mir deshalb einen schönen Platz mit Sicht aufs Vorfeld gesucht und dann passierte, was passieren musste: Eine Reisegruppe, die sehr auffällig sächsisch kommunizierte, scharte sich im Wartebereich zusammen.

Einer davon telefonierte lautstark am Handy mit einer Goarien und beschwerte sich, dass Bier vier Euro kostet. Wäre es günstiger, hätte er sich schon längst vollgeschüttet. Ich war froh, dass das Zeug so teuer war, denn einen lauten, besoffenen Sachsen will keiner im Flugzeug haben.

Um die Wartezeit zu verkürzen, habe ich mich noch etwas an den anderen Gates umgeschaut. War nicht viel los, nebenan stand noch eine 777-300 von ANA rum und wartete aufs Boarding.

Am Nachbar-Gate steht auch ein nettes Gerät. #FalkFliegt787

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Warten, warten, warten, …

Am schlimmsten ist, wenn man sich auf etwas freut, es aber nicht voran geht. Ich habe mir die Zeit damit vertrieben, aufzuschreiben, was so um mich herum passierte.

Bald ist Boarding. Mal sehen, ob sie erst die Fensterplätze reinlassen, damit es keine blauen Zehen gibt, wenn ich komme. 12.09.2015

Und etwas Statistik war auch dabei.

Grobe Nationalitäten-Schätzung der Passagiere: 40% Chilenen, 20% Asiaten, 10% Deutsche, 30% Sachsen. 12.09.2015

Dann wurde auf spanisch irgendwas durchgesagt und plötzlich sprangen alle von ihren Sitzen auf. Nun ist mein Spanisch auf „Si“ und „Madrid“ beschränkt, daher wusste ich nicht, was los war. Zum Glück wurde die Durchsage mit mittelprächtigem Englisch wiederholt: Boarding!

Endlich im Flieger

Das Einsteigen ging recht schnell und als ich dann den Gang in Richtung meines Fensterplatzes entlang schritt, saß da schon der Reiseleiter der sächsischen Reisegruppe auf dem Mittelplatz und um mich herum verteilt seine Leipziger Truppe auf ihrem Trip nach Lima.

Ratet mal, wer neben, vor und hinter mir saß. Richtig! Die 16-köpfige Reisegruppe aus Leibzsch. 12.09.2015

Ich sollte den ganzen, gut zweistündigen, Flug über seinen beruflichen Werdegang informiert und über die Familie unterrichtet werden. Wusstet Ihr, dass man als Diplom-Wirtschaftsprüferin auch super Schafzüchterin in Neuseeland sein kann? Ja, seine Tochter macht sowas.

Im Gegenzug habe ich dem Herrn den kompletten Flugzeugtyp in seinen Einzelheiten erklärt. Zum Beispiel, dass es zum größten Teil aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen gebaut ist und man ihm deshalb größere Fenster spendieren konnte. Apropos Fenster…

Bis zum Start mit den elektronisch verdunkelbaren Fenstern spielen. Hell. Dunkel. Hell. Dunkel. Hell … 12.09.2015

Dann ging es endlich los: Die Nase wurde vom Schlepper angehoben, die Beleuchtung flackerte kurz, die Triebwerke fuhren an, wir wurden rückwärts vom Parkplatz geschoben, Steuerflächen getestet, Landeklappen ausgefahren und dann rollerten wir in Richtung Startbahn 18.

Oh, wie ist das schön!

Ja, das ist es wirklich. Ohne Wartezeit legten wir einen rollenden Start hin. Ich hielt meinen kleinen Camcorder mit ziemlich verkrampfter Hand ans Fenster, um den Start zu filmen. Es war draußen leider schon sehr düster geworden, aber als Erinnerung reicht es völlig. WINGFLEX! <3


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Über den Wolken angekommen, bot sich dann ein wunderschönes Bild.

Bombastischer Sonnenuntergang über den Wolken. #FalkFliegt787

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Leider funktionierte die Flugkarte nicht auf den Entertainment-Displays, sodass ich leider nicht wusste, wo wir gerade waren. Ich hätte schon gern gewusst, welche Städte (wir waren zu der Zeit irgendwo über der Schweiz) da so schön beleuchtet unter uns vorbeigezogen sind.

Dann ging es in den Landeanflug und mein Abenteuer sollte erst richtig beginnen.

Fortsetzung folgt…

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