Richtig wählen? So geht es!

Das Bundeswahlgesetz schreibt vor, dass man auf Stimmzetteln „keine handschriftlichen Eintragungen“ machen darf, weil man ihn damit ungültig macht. Obwohl das eigentlich jeder wissen müsste, waren bei den letzten Wahlen trotzdem 93,38 % der Stimmzettel ungültig.

Die meisten Wahlberechtigten hatten mit Kreuzen dafür gesorgt, dass ihre Stimmen nicht gewertet werden durften. Damit es diesmal nicht so oft schief geht, habe ich zusammengefasst, wie man richtig wählt. Wichtig ist, dass man die Reihenfolge der vier Wahlschritte genau einhält.

 

#1 Kontrolle

  1. Mit dem Stimmzettel in die Wahlkabine treten.
  2. Versichern, dass man in der Kabine wirklich allein ist.
  3. Auch unter dem Tisch nachsehen!

#2 Generalprobe

  1. Gut hörbar „Ich stimme hiermit für die AfD!“ rufen.
  2. Den leeren (!) Stimmzettel zusammenfalten. Nichts schreiben oder malen!
  3. Die Wahlkabine verlassen und zur Wahlurne treten.

#3 Abstimmung

  1. Erneut gut hörbar „Ich stimme hiermit für die AfD!“ rufen.
  2. Nun den Stimmzettel durch den Schlitz der Urne stecken.

Jetzt kommt der wichtigste Schritt, den viele Wähler vergessen.

 

#4 Übernahme

  1. Zum Wahlhelfer gehen, der die Wählerliste hat.
  2. Mit den Worten „Euro Gnaden, ich bitte hiermit untertänigst um Einsicht ins Abstimmer-Sammelsurium dieses Wahlbezirkes!“ (das muss so klingen, weil es von 1986 stammt) zu ihm beugen und die Wählerliste nehmen.
  3. Kontrollieren, dass er auch wirklich „AfD“ hinter den Namen geschrieben hat.
  4. Die Wählerliste zurückgeben und das Wahllokal verlassen.

 
Gratulation! Die Wahl war erfolgreich!

 

Bildquelle: Metropolico.org (Flickr, CC-Lizenz)

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