Überall wird man nur ausgebeutet!

Ja ich weiß: Der Wahlkampf geht so langsam in die entscheidende Phase und jetzt holen alle die Themen raus, die so richtig schön Stimmen bringen. Das Problem ist nur, dass sich der Pöbel ebenfalls beteiligen und rumsülzen muss.

Mir kommt’s jedenfalls hoch, weil sich gerade alle über die Ausbeutung der Angestellten aufregen und die Moralkeule (Mindestlohn, etc.) schwingen. Dass zur Ausbeutung auch eben jene Leute gehören, die offenbar alles mit sich machen lassen, will natürlich keiner wissen.

In Deutschland ist es ja nun nicht gerade so, dass man gezwungen ist, den schlimmsten Job der Welt anzunehmen, um überhaupt zu überleben. Man muss nur den Arsch hochbekommen und – wenn es nicht anders geht – gewisse Dinge ändern:

Dann muss man Angehörige und Freunde verlassen und woanders hinziehen. Wer das aber nicht will und lieber in seiner gewohnten Umgebung bleibt, der soll die Schnauze halten. Denn nichts hasse ich mehr als nur zu jammern, aber nichts ändern zu wollen.

Ich hab’s doch auch hinbekommen: Weg aus dem Osten, wo man mit Billiglöhnen abgespeist wird und rüber nach Franken, wo ich direkt mal das Doppelte verdient habe. Für weniger Arbeit, weil ich eben nicht mehr Mädchen für alles war. Hier in Wiesbaden verdiene ich noch mehr.

Nein, liebe Freunde: Man wird nicht ausgebeutet, wenn man das nicht will. Man muss über den eigenen Schatten springen und vielleicht auch unschöne Dinge in Kauf nehmen. Man kann auch weiterhin nur jammern. Aber das bringt noch weniger…

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