Wenn man den Arbeitsplatz verlässt…

Eine Kollegin von mir hat eine Angewohnheit, die sie sich definitiv abgewöhnen muss: Sie verlässt hin und wieder den Arbeitsplatz und lässt dabei auf dem Rechner Dateien in InDesign, Photoshop und/oder Illustrator geöffnet.

Nun habe ich ihr mal mit der Holzhammer-Methode gezeigt, was da passieren kann: Als sie sich wieder mal aus dem Büro begab, speicherte ich ihre aktuellen Projekte und kopierte die Dateien an einen sicheren Ort. Dann tobte ich mich in ihren Layouts aus…

Ich verschob Objekte, veränderte Texte, tauschte Bilder aus und veränderte Farben. Das alles habe ich im Original-Projektordner gespeichert, die Dateien geschlossen und erneut aufgerufen. Dadurch ist ein „Rückgängig“ nicht mehr möglich.

Dann stellte ich den Zustand aller Fenster wieder her, stellte den Bildschirmschoner-Timeout auf 1 Minute und verließ ihren Platz. Der Bildschirmschoner ging an und es dauerte nicht lange, bis sie wieder zurück kam. Ihr hättet ihren Blick sehen sollen…

Ja, das war etwas drastisch durchgezogen, aber nur so merkt man sich das. Es reicht ja, wenn nur mal irgendwas auf eine Taste fällt und einen ungewollten Buchstaben ins Textfeld tickert. Da können schnell vierstellige Sümmchen für den Nachdruck eines Flyers entstehen…

8 Kommentare zu diesem Artikel

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Name: Sebastian  |  Datum: 23. Februar 2012  |  Zeit: 12:48

hehe – sehr schön!
Ich mache sehr oft und gerne Screenshots vom aktuellen Bild. Speicher diesen als Hintergrundbild und entferne alle Desktopverknüpfungen ;)

Aber so wie bei dir gehts natürlich auch.

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Name: Stephan  |  Datum: 24. Februar 2012  |  Zeit: 02:22

Könnte ja glatt von mir sein :) Ich hoffe für sie, dass sie daraus gelernt hat. Schocktherapie der Extraklasse ;)

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Name: Marc  |  Datum: 12. März 2012  |  Zeit: 20:15

Das klingt schon ein wenig gemein… Aber ich musste trotzdem lachen, als ich es las :-)

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Name: Guy Lusignan  |  Datum: 12. Juni 2012  |  Zeit: 11:20

Was bist Du für ein kindischer Klugscheißer? Was gehen dich die Rechner der Kollegen an? Klarer Fall von Kompetenzüberschreitung: was ein Kollege sich abgewöhnen muss oder auch nicht, geht dich definitiv einen Scheiß an.

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Name: Falk  |  Datum: 12. Juni 2012  |  Zeit: 11:27

@Guy Lusignan: Der Klugscheißer arbeitet in einer Werbeagentur, wo Sachen bearbeitet werden, die streng geheim sind, weil z.B. das Produkt eine große Innovation darstellt und nicht vor Veröffentlichung bekannt werden darf.

Da kann – nein muss – man von Mitarbeitern erwarten, dass auf dem Monitor keine Sachen geöffnet sind, wenn man den Platz verlässt. Da geht es um Vertragsstrafen im sechsstelligen Bereich. Und wir reden nicht von Rubel…

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Name: Guy Lusignan  |  Datum: 12. Juni 2012  |  Zeit: 16:35

Du bist doch eine Schwallbacke. Zeig mir die Agentur, in der ständig irgendwelche Betriebsfremden rumlaufen. Also bitte.
(Disclaimer: Habe selbst 15 Jahre Agenturerfahrung.)

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Name: Falk  |  Datum: 12. Juni 2012  |  Zeit: 16:40

Und weil es so unwahrscheinlich ist, wirft man einfach alle Prinzipien über Bord. Verstehe. Schließt Du eigentlich die Wohnung ab, wenn Du sie verlässt? Kommt ja nicht ständig ein Einbrecher…

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Name: Sandra  |  Datum: 27. Oktober 2016  |  Zeit: 15:01

Wir haben zwar keinen Kundenkontakt, dennoch sind wir angehalten unseren PC zu sperren, wenn wir den Platz verlassen. Das finde ich auch grundsätzlich sinnvoll, denn auch bei uns gibt es den Datenschutz und wenn ich hier noch eine Buchung offen habe, die nicht vollständig abgeschlossen haben, möchte ich nicht, dass da wer anders dran rumwerkelt.

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