Wer ein Wunder braucht, der macht sich eins

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der im April 2005 verstorbene Papst Johannes Paul II. selig gesprochen wird. Damit man selig gesprochen werden kann, ist es – unter anderem – nötig, dass demjenigen ein Wunder nachgewiesen werden kann. Und genau das fehlte bisher.

Nun wurde ihm aber ein Wunder zuerkannt. Damit wäre der Weg zur Selig- und der (garantiert auch noch folgenden) Heiligsprechung frei. Aber es verwundert mich dann doch etwas, wie man dieses angebliche Wunder erklärt:

Eine französische Ordensfrau hatte Parkinson. Sie betete und betete, doch es wollte sich einfach keine Besserung einstellen. Nachdem Papst Johannes Paul II. gestorben war, betete sie direkt zu ihm und siehe da: Plötzlich war die Krankheit verschwunden. Sie war geheilt. Ein Wunder!

Ein Wunder? Naja. Anfangs hatte selbst die Kirche Zweifel daran, denn es gibt bestimmte Arten von Morbus Parkinson, die tatsächlich heilbar sind. Doch jetzt hat die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse diese Heilung doch als Wunder anerkannt. *nachtigall-trapsen*

Nur mal theoretisch und ohne Anspruch auf Realismus: Wenn herauskäme, dass die Ordensfrau zwar zu JP2 gebetet hat, der aber verhindert war und das Wunder deshalb in seinem Auftrag z.B. von Hitler vollbracht wurde, dann wäre Benedikt ziemlich in der Bredouille.

Wäre ich befugt, würde ich Johnnie Walker für die Seligsprechung nominieren. Immerhin beten ihn viele Menschen abends an und haben dann am Morgen Kopfschmerzen. Doch am Nachmittag sind die Schmerzen meist schon wieder verschwunden. Ein Wunder!

Ein Kommentar zu diesem Artikel

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Name: L.E.  |  Datum: 4. Januar 2011  |  Zeit: 20:51

Jetzt weiß ich, warum ich nie in die Kirche eingetreten bin…..

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